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Kleinkind sitzt auf eine Bett und lacht, man sieht die Milchzähne
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Kleiner Zahn, große Wirkung Milchzähne

Milchzähne begleiten Kinder oft früher und länger, als viele Eltern zunächst erwarten, angefangen bei den ersten Lebensmonaten. Zahndurchbruch, die richtige Pflege und eine zahnfreundliche Ernährung zählen zu den zentralen Themen dieser Phase.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein vollständiges Milchgebiss besteht aus insgesamt 20 Zähnen.
  • Die Milchzähne dienen der Zerkleinerung der Nahrung, unterstützen die Sprachentwicklung und übernehmen eine wichtige Platzhalterfunktion für die späteren bleibenden Zähne.
  • Die ersten Milchzähne brechen in der Regel ab dem sechsten Lebensmonat durch.
  • Auch Milchzähne müssen regelmäßig und gründlich geputzt werden, um Karies und andere Zahnerkrankungen zu vermeiden.
  • Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke können die Milchzähne schädigen. Calciumreiche Lebensmittel hingegen unterstützen die Entwicklung und Stabilität des Zahnschmelzes.

Was ist ein Milchgebiss?

Ein vollständiges Milchgebiss besteht aus zwanzig Zähnen, verteilt auf vier Quadranten mit je fünf Zähnen. Zu den wichtigsten zählen Schneidezähne, Eckzähne sowie Milchbackenzähne, die auch als „Milchmahlzähne“ oder „Milchmolaren“ bekannt sind. Die Bezeichnung „Milchzähne“ geht auf die bläulich-weiße Farbe zurück, die an Milch erinnert. Zudem assoziierten Fachleute den Namen mit der Muttermilch, da der Zahndurchbruch in die Stillzeit fällt. Das Milchgebiss ist ein einzigartiges, temporäres Zahnsystem, das im Laufe der Kindheit vollständig durch das bleibende Gebiss ersetzt wird.

Die Funktion eines Milchgebisses: Warum ist es wichtig?

Milchzähne erfüllen mehr Aufgaben als nur das Kauen. Sie reißen, zerteilen und zermahlen Nahrung und ermöglichen so eine ausgewogene Ernährung. Gleichzeitig unterstützen sie die Sprachentwicklung, insbesondere bei Zischlauten wie „S“ oder „Z“. Darüber hinaus übernehmen Milchzähne eine Platzhalterfunktion. Sie füllen den noch kleinen Kiefer aus und schaffen so Raum für die späteren bleibenden Zähne.

Die aktuelle Deutsche Mundgesundheitsstudie belegt, wie wirksam zahnmedizinische Prävention im Kindes- und Jugendalter ist. Ein beachtlicher Teil der untersuchten, mittlerweile erwachsenen Probanden ist vollständig kariesfrei, und nahezu alle Zähne sind funktionstüchtig.

 

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Wann machen sich die Milchzähne auf den Weg?

Der Durchbruch der ersten Milchzähne beginnt in der Regel zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat. Mit etwa zweieinhalb Jahren ist das Milchgebiss meist vollständig.

Dabei folgt der Zahndurchbruch einer festen Reihenfolge:

  1. Zuerst erscheinen die Schneidezähne.
  2. Danach folgen Backenzähne und Eckzähne.
  3. Zuletzt kommen die zweiten Molaren (Backenzähne) durch.

Abweichungen von diesem Zeitplan sind normal und kein Grund zur Sorge. Verschiedene Faktoren beschleunigen oder verzögern den Zeitpunkt des Durchbruchs:  Eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Calcium begünstigt den Durchbruch, während ein Vitamin-D-Mangel ihn verzögern kann. Häufig ist der Zeitpunkt auch genetisch bedingt.

Milchzähne richtig pflegen und Karies vorbeugen

Die richtige Zahnpflege beginnt mit dem ersten Milchzahn und passt sich mit dem Alter des Kindes an:

  • Ab dem ersten Milchzahn: zweimal täglich putzen mit einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta
  • Ab dem zweiten Lebensjahr: zwei- bis dreimal täglich putzen mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta
  • Ab dem sechsten Lebensjahr: mindestens zweimal täglich putzen und dabei das Bürstenfeld vollständig mit Junior- oder Erwachsenenzahnpasta bedecken

Karies gilt als übertragbar. Eltern können die Bakterien beispielsweise über gemeinsam genutztes Besteck oder einen abgeleckten Schnuller weitergeben. Die eigene Mundgesundheit im Blick zu behalten, schützt daher auch die Zähne des Kindes.

Vor dem Durchbruch des ersten Milchzahnes empfehlen Fachleute häufig eine Zufuhr von Fluorid und Vitamin D in Tablettenform. Von einer Kombination aus diesen Supplementen und fluoridhaltiger Zahnpasta wird allerdings abgeraten, da die Fluoridzufuhr sonst zu hoch ausfallen und eine Störung der Zahnschmelzbildung entstehen kann, eine sogenannte „Dentalfluorose“.

Die richtige Zahnpflege beginnt mit dem ersten Milchzahn und passt sich mit dem Alter des Kindes an:

  • Ab dem ersten Milchzahn: zweimal täglich putzen mit einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta
  • Ab dem zweiten Lebensjahr: zwei- bis dreimal täglich putzen mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta
  • Ab dem sechsten Lebensjahr: mindestens zweimal täglich putzen und dabei das Bürstenfeld vollständig mit Junior- oder Erwachsenenzahnpasta bedecken

Karies gilt als übertragbar. Eltern können die Bakterien beispielsweise über gemeinsam genutztes Besteck oder einen abgeleckten Schnuller weitergeben. Die eigene Mundgesundheit im Blick zu behalten, schützt daher auch die Zähne des Kindes.

Vor dem Durchbruch des ersten Milchzahnes empfehlen Fachleute häufig eine Zufuhr von Fluorid und Vitamin D in Tablettenform. Von einer Kombination aus diesen Supplementen und fluoridhaltiger Zahnpasta wird allerdings abgeraten, da die Fluoridzufuhr sonst zu hoch ausfallen und eine Störung der Zahnschmelzbildung entstehen kann, eine sogenannte „Dentalfluorose“.

Auf die richtige Ernährung achten: Zuckerarm und calciumreich

Karies zählt zu den häufigsten ernährungsbedingten Erkrankungen im Kindesalter. Kariesbakterien verwerten praktisch jede Art von Zucker, darunter Industriezucker sowie Frucht-, Milch- und Traubenzucker. Dabei bilden sie Säuren, die den Zahnschmelz angreifen.

Süßigkeiten sollten daher nur zu den Hauptmahlzeiten angeboten werden, denn häufige zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten erhöhen die Säurebelastung der Zähne deutlich. Auch Nuckelflaschen bergen ein erhöhtes Risiko für Karies, da Kinder daraus meist lange und in kleinen Schlucken trinken und die Flüssigkeit wiederholt die Zähne umspült. Handelt es sich zusätzlich um ein zuckerhaltiges Getränk oder Fruchtsäfte, haben Kariesbakterien gute Bedingungen, sich schnell zu vermehren und Säure zu bilden. Versteckter Zucker in Fertigprodukten verstärkt das Kariesrisiko ebenfalls

Neben dem Verzicht auf schädliche Zuckerquellen unterstützen bestimmte Nährstoffe die Zähne aktiv beim Aufbau: Insbesondere calciumreiche Lebensmittel stärken den Zahnschmelz und fördern seine Bildung. Dazu zählen Milch und Milchprodukte ebenso wie calciumreiches Gemüse, darunter Grünkohl, Spinat oder Rucola.

„Eine ausgewogene und gesunde Ernährung wirkt oft stärker gegen Karies als jedes einzelne Pflegeprodukt, weil sie die Bakterien im Mund langfristig in Schach hält“, erklärt Hebamme Evi Bodman.

Warnsignale: Wann zum Zahnarzt?

Bestimmte Anzeichen sollten Eltern nicht ignorieren und zeitnah ärztlich abklären lassen:

  • Anhaltende Schmerzen oder Schwellungen im Kieferbereich
  • Verfärbungen der Zähne, die auf Karies oder Verletzungen hinweisen können
  • Ein Verzug von mehr als sechs Monaten beim Durchbruch eines erwarteten bleibenden Zahns
  • Ein vorzeitig verlorener Milchzahn, der gegebenenfalls einen Lückenhalter benötigt, um Platz für den bleibenden Zahn zu sichern

Grundsätzlich gilt: Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen ergänzen die häusliche Pflege und Ernährung sinnvoll und helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Speziell auf Kinder ausgerichtete Zahnarztpraxen gehen dabei gezielt auf ihre jungen Patientinnen und Patienten ein. Mit einer kindgerechten Behandlung schaffen sie eine möglichst angenehme erste Erfahrung beim Zahnarzt.

FAQ

Der Zahnwechsel beginnt meist im Alter von etwa sechs Jahren und ist häufig im frühen Teenageralter weitgehend abgeschlossen. Der genaue Zeitpunkt kann von Kind zu Kind unterschiedlich sein.

Wenn ein Milchzahn sehr früh verloren geht, kann sich der Platz für den bleibenden Zahn verändern. Deshalb sollten Eltern bei ein vorzeitigem Zahnverlust den Zahnarzt aufsuchen.

Die Milchzähne werden Stück für Stück von den bleibenden Zähnen ersetzt. Wenn Zahn nachrückt, wird die Wurzel des Milchzahns abgebaut. Dadurch wird der Milchzahn locker und fällt schließlich aus. Der Gebisswechsel ist notwendig, da das Milchgebiss nicht mit dem Kiefer mitwächst. Das bleibende Gebiss ist an den größeren Kiefer angepasst und besteht aus mehr und größeren Zähnen als das Milchgebiss.

Autorin: Nele Dornbusch (suxeedo Redaktion), Expertenunterstützung Evi Bodman (Hebamme)

 

www.gesundheitsinformation.de/kariesprophylaxe-bei-kindern-und-jugendlichen.html, abgerufen am 12.08.2026

www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/fluorid/, abgerufen am 12.08.2026

www.bfr.bund.de/veroeffentlichung/fluorid-ein-wichtiger-baustoff-fuer-die-zaehne/, abgerufen am 12.08.2026

gesund.bund.de/, abgerufen am 12.08.2026

ww.kzbv.de/patienten/medizinische-infos/vorsorge/fluoride-fuer-kinder/, abgerufen am 12.08.2026

www.kzbv.de/wp-content/uploads/2025-03-17_PK_DMS6_Statement_Prof_Jordan_IDZ.pdf, abgerufen am 12.08.2026

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