Auswirkungen von Corona sind spürbar Arbeitsunfälle

Ein Rückgang bei den Arbeitsunfällen ist ein Trend, der sich vielerorts aus den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergibt. Dabei lassen sich allerdings große Unterschiede zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen ausmachen.

Details zu den Arbeitsunfallzahlen für das vergangene Jahr finden sich in der Broschüre "Arbeitsunfallgeschehen 2020", die jetzt vom Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) herausgegeben wurde.

Insgesamt ist in der gewerblichen Wirtschaft im Jahr 2020 die Zahl der innerbetrieblichen Arbeitsunfälle gegenüber dem Vorjahr um 82.734 auf 640.076 Fälle zurückgegangen. Hinter diesem Minus von 11,4 % verbirgt sich allerdings ein sehr differenziertes Bild. Während sich die Zahl der Unfälle im Baugewerbe lediglich um 0,1 %, also 115 Unfälle reduzierte, verzeichneten Gastronomie und Gastgewerbe mit einem Minus von gut 40 %. Das sind immer 13.403 Unfälle weniger als 2019.

Einen hohen Rückgang der Unfallzahlen gab es zudem in den Branchen Kunst, Unterhaltung und Erholung. Hier lag das Minus bei 26,9 %. Zu diesen Branchen gehören unter anderem die vielfach über Monate geschlossenen Museen, Zoos und Fitnessstudios. Auch im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sind die meldepflichtigen Arbeitsunfälle pandemiebedingt deutlich zurückgegangen (minus 23,1 %). In diese Gruppe fallen zum Beispiel Reisebüros und Reiseveranstalter, aber auch die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften. Weil viele Betriebe von Schließungen oder Kurzarbeit betroffen waren, ist auch beim Handel ein hoher Rückgang der Arbeitsunfälle (minus 11 %) zu verzeichnen. Darüber hinaus gab es auch im verarbeitenden Gewerbe weniger Unfälle als im Jahr 2019. Hier lag die Minderung bei 8,6 %.  Anders sieht es im Bereich des Grundstücks- und Wohnungswesens aus. Wenn auch auf niedrigem Niveau, war hier sogar ein Anstieg der meldepflichtigen Arbeitsunfälle zu verzeichnen (plus 7 %).

Besonders schwere Folgen haben Absturzunfälle. Auch hierauf wirft die Broschüre ein Schlaglicht. Fast 35.000 Mal ist 2020 ein Mensch bei der Arbeit aus der Höhe abgestürzt. In 60 Fällen endete dieser Sturz tödlich, in 2.558 Fällen waren die Folgen so schwer, dass fortan eine Rente gezahlt wird. Häufigste Ursache für Stürze ist die Arbeit auf Leitern, gefolgt von Stürzen auf Treppen und Stürzen von Lkw-Tritten, Ladeflächen oder Hubbühnen.

Zum Download der Broschüre

 

Quelle: inside partner

 

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