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Der Schweizer Frühstücksklassiker Bircher Müsli selbst gemacht

Das Bircher Müsli ist der Klassiker unter den Müslis. Im Supermarkt gibt es Fertigmischungen, die aber häufig viel Zucker enthalten. Wird der Getreidebrei selbst gemacht, kann man selbst bestimmen, wie süß er wird.

Bircher Müsli selbst gemacht

Außerdem ist das in der Regel preiswerter, denn für das Originalrezept braucht es gerade fünf Zutaten: Haferflocken, Milch, Äpfel, Nüsse und Zitronensaft.

Nur wenige kennen die Geschichte der Schweizer Spezialität: Der Arzt Oskar Bircher-Benner hat die Urform des Müslis um 1900 entwickelt. Es heißt, er sei von einer Rohkostmahlzeit inspiriert worden, mit der ihn eine Sennerin auf einer Bergwanderung in den Alpen bewirtet hat. Zunächst servierte er die „Apfeldiätspeise“ als leicht bekömmliches Abendessen in seinem Sanatorium, um den Kranken eine Vollwertkost mit frischem Obst näherzubringen. Heute ist das „Birchermüesli“, wie die Schweizer sagen, weltweit bekannt und wird meist zum Frühstück gegessen. Der Begriff „Müesli“ ist übrigens vom Schweizer Dialekt abgeleitet – nämlich von der Verkleinerungsform des Wortes „Mues“ für „Mus“. Denn der geriebene Apfel („Apfelmus“) war für Bircher-Benner die wichtigste Zutat.

Wer das Bircher Müsli selbst zubereiten möchte, weicht Haferflocken in wenig Wasser ein und lässt sie über Nacht zugedeckt im Kühlschrank quellen. Für eine cremig-breiige Konsistenz sind zarte Haferflocken ideal. Am nächsten Morgen wird nach dem Originalrezept gezuckerte Kondensmilch hinzugegeben. Man kann aber auch normale Milch oder Hafer- oder Mandeldrink nehmen. Der Star des Müslis ist aber der Apfel, der frisch gerieben unter die Mischung gerührt wird – am besten mit Schale, da darin wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe stecken. Bircher-Benner hat sogar das ballaststoffreiche Kerngehäuse verwendet, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Für die Gesundheit ist es unbedenklich, da die Kerne meist unverdaut ausgeschieden werden. Zitronensaft gibt ein frisches Aroma und verhindert, dass das Mus unansehnlich braun wird. Zum Schluss geriebene oder gehackte Nüsse wie Hasel- oder Walnüsse über das Müsli streuen – und fertig ist die vollwertige Mahlzeit.

Inzwischen gibt es viele verschiedene Varianten des Bircher Müslis. Wer auch anderes Obst verwenden möchte, kann Bananen und je nach Saison Birnen, Kirschen, Weintrauben oder frische Beeren hinzufügen. Auch mit Trockenobst, Kokosflocken, Pistazien und Mandeln lässt sich das Ur-Müsli je nach Geschmack abwandeln.

 

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

 

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