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Präsentismus Die Arbeit ruft

Der Kopf schmerzt, die Nase trieft– ach was, das geht noch! Viele Menschen kommen auch dann zur Arbeit, wenn sie krankgeschrieben sein müssten. Dieses Phänomen hat ein einfaches Wort: „Präsentismus“. Der Arbeitsdrang beschäftigt Forschende.

Ermüdeter Geschäftsmann sitzt am Schreibtisch mit Laptop. Er hat ein Post-it mit gemalten Augen auf dem Gesicht.

Beim einen ist es Eifer, mit dem sie an Projekten arbeiten. Andere versuchen durch ihre Arbeit Abstand zu privaten Konflikten zu gewinnen.

Präsentismus hat viele Auslöser:
Im persönlichen Umfeld oder die Arbeit an sich.

Offensichtlich oder verschwiegen krank

Psychologisch betrachtet gibt es Präsentismus in zwei Ausprägungen:

  1. Krank auf der Arbeit
    Betroffene ignorieren den Rat des Arztes. Zum Beispiel bei einem grippalen Infekt. Die Gefahr: Die Krankheit kann schlimmer werden, bis hin zu chronisch.
  2. Verschwiegene Symptome
    Betroffene leiden oft an psychischen Krankheiten. Diese schränken sie in ihrer Arbeit ein.

Die Forschung steckt in den Kinderschuhen

Das Phänomen Präsentismus ist bislang nur wenig erforscht. Ob jemand so krank ist, dass er nicht zur Arbeit kann, ist schwer zu beurteilen. Dabei ist das weit verbreitet. Zwei Drittel gehen krank zur Arbeit. Das hat der Deutsche Gewerkschaftsbund 2019 herausgefunden. Das gilt übrigens auch fürs Homeoffice. Denn dort ist eine höhere Eigenverantwortung der Arbeitnehmer gefragt.

Was also tun, gegen den ungesunden Arbeitsdrang?

Prävention ist wichtig. Darin sind sich Forschende einig. Eine wertschätzende, sichere und gesunde Arbeitsumgebung ist wichtig. Dazu kommt der soziale Austausch. Denn weniger Druck sorgt für ein besseres Gefühl für unsere Grenzen. Die Folge: Beschäftigte arbeiten nicht über das gesunde Maß hinaus.

 

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