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Die Wechseljahre verlaufen nicht plötzlich, sondern in vier unterscheidbaren Phasen mit jeweils eigenem Charakter. Die 4 Phasen der Wechseljahre, Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause, bringen jeweils eigene körperliche und hormonelle Veränderungen mit sich.
Die vier Phasen der Wechseljahre sind Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause.
Prämenopause: Sie markiert den Beginn der Wechseljahre. Die Hormonproduktion beginnt sich zu verändern.
Perimenopause: Diese Übergangsphase umfasst die Zeit vor und nach der letzten Regelblutung. Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen können in dieser Phase besonders ausgeprägt sein. Der Hormonspiegel schwankt stark.
Menopause: Streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine Phase, sondern um den Zeitpunkt der letzten Regelblutung.
Postmenopause: Nach der Menopause bleibt der Hormonspiegel auf einem niedrigeren Niveau. Durch den sinkenden Östrogenspiegel entfällt ein wichtiger Schutzfaktor für Knochen und Herz-Kreislauf-System.
Was sind die Wechseljahre?
Die Wechseljahre, medizinisch Klimakterium genannt, bezeichnen die hormonelle Umstellungsphase am Ende der fruchtbaren Lebensjahre einer Frau. Die Eierstöcke stellen ihre Hormonproduktion schrittweise um, bis Östrogen und Progesteron dauerhaft auf niedrigem Niveau bleiben.
Mediziner unterteilen diesen Prozess in vier Abschnitte: Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause. Genau genommen sind davon nur drei echte Phasen mit eigener Dauer. Die Menopause selbst bezeichnet keinen Zeitraum, sondern einen einzelnen Zeitpunkt: den Tag der letzten Regelblutung. Die Übergänge zwischen den umliegenden Phasen verlaufen fließend, feste Stichtage gibt es dabei nicht. Wie lange jede Phase dauert und wie stark Beschwerden auftreten, unterscheidet sich von Frau zu Frau erheblich.
Die meisten Frauen erleben diese hormonelle Umstellung zwischen Mitte 40 und Mitte 50. Der gesamte Übergang zieht sich dabei häufig über mehrere Jahre hin, ehe sich der Körper endgültig auf das neue hormonelle Gleichgewicht der Postmenopause eingestellt hat.
Jede Phase bringt typische körperliche Anzeichen mit sich, die mit wachsender Nähe zur Menopause meist zunehmen. Zyklusveränderungen zählen häufig zu den ersten Signalen, später kommen oft Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen hinzu. Wie genau der Hormonhaushalt und die Beschwerden zusammenhängen, ist von den Hormonveränderungen in den Wechseljahren abhängig.
Prämenopause: Der sanfte Beginn
Die Prämenopause markiert den Auftakt der Wechseljahre. Die Eierstöcke arbeiten noch in dieser Phase, ihre Hormonproduktion verändert sich jedoch bereits spürbar. Progesteron sinkt meist zuerst, während der Östrogenspiegel zunächst hoch bleibt, aber zunehmend schwankt.
Der Beginn ist individuell sehr unterschiedlich und liegt häufig zwischen Anfang und Mitte 40. Manche Frauen bemerken die Veränderungen deutlich früher, andere erst Jahre später. Die Symptomatik ist insgesamt jedoch meist noch mild.
Da Eisprünge seltener stattfinden, produziert der Körper weniger Progesteron. Der Östrogenspiegel sinkt in geringerem Ausmaß ab. Fachleute sprechen dabei von einer relativen Östrogendominanz: Nicht das Östrogen steigt an, sondern das Progesteron fällt zurück.
Typische Anzeichen in der Prämenopause:
Veränderungen im Zyklus, etwa bei Länge oder Stärke der Regelblutung
vereinzelte, meist leichte Schlafprobleme
gelegentliche Stimmungsschwankungen
Auch wenn sich der Körper bereits umstellt, bleiben Frauen in der Prämenopause in der Regel weiterhin fruchtbar. Verhütung bleibt deshalb bis zur Menopause ein Thema.
Perimenopause: Die stärksten Schwankungen
Die Perimenopause beschreibt die Übergangszeit unmittelbar vor und nach der letzten Regelblutung. In dieser Phase schwanken die Hormonspiegel stärker als in jedem anderen Abschnitt der Wechseljahre.
Diese ausgeprägten Schwankungen machen sich häufig besonders deutlich bemerkbar. Die häufigsten und bekanntesten Symptome sind vasomotorische Beschwerden (Reaktionen der Blutgefäße auf die Hormonumstellung) wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Außerdem können Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen auftreten. Die Beschwerden treten in der Perimenopause meist am stärksten auf und beeinträchtigen bei manchen Frauen spürbar den Alltag.
Auch der Zyklus selbst verändert sich in dieser Phase deutlich: Zu Beginn schwankt die Zykluslänge meist nur um wenige Tage, später bleibt die Regelblutung teils mehrere Monate ganz aus. Eisprünge finden zunehmend unregelmäßig statt, bis sie schließlich ganz ausbleiben.
Typische Beschwerden in der Perimenopause:
Hitzewallungen und Schweißausbrüche
Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen
Weil die Hormonspiegel in der Perimenopause so stark schwanken, liefert eine einzelne Blutuntersuchung oft nur eine Momentaufnahme. „Ein Bluttest allein sagt wenig darüber aus, in welcher Phase sich eine Frau gerade befindet, denn Hormonwerte schwanken von Tag zu Tag. Entscheidend sind vor allem die Beschwerden im Alltag“, so Dr. Constantin Weichert.
Menopause: Die letzte Regelblutung
Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Regelblutung im Leben einer Frau. Oft ist umgangssprachlich von der „Phase der Menopause" die Rede, genau genommen handelt es sich aber um einen einzelnen Zeitpunkt und nicht um einen Zeitraum. Da sich im Voraus nicht sagen lässt, ob eine Blutung tatsächlich die letzte war, lässt sich dieser Zeitpunkt nur rückwirkend feststellen: Er gilt erst nach zwölf Monaten ohne weitere Blutung als eingetreten.
Mit der Menopause erreichen die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron ein dauerhaft niedriges Niveau. In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei 51 bis 52 Jahren, der genaue Zeitpunkt ist jedoch genetisch und individuell sehr unterschiedlich geprägt.
Etwa ein Prozent der Frauen erlebt die Menopause bereits vor dem 40. Lebensjahr. Eine solche vorzeitige Menopause lässt sich am besten frauenärztlich abklären, da dahinter mitunter behandelbare Ursachen stecken.
Was den Zeitpunkt beeinflusst
Verschiedene Faktoren können den Zeitpunkt der Menopause nach vorne verschieben:
Wer diese Einflüsse kennt, kann eigene Risikofaktoren besser einordnen, auch wenn sich der Zeitpunkt selbst kaum gezielt steuern lässt.
Postmenopause: Ein neues Gleichgewicht
Nach der Menopause beginnt die Postmenopause. Der Hormonspiegel bleibt in dieser Phase dauerhaft niedrig, der Körper stellt sich nach und nach auf das neue Gleichgewicht ein.
Akute Beschwerden wie Hitzewallungen lassen bei den meisten Frauen mit der Zeit nach. Laut einer Studie halten sie im Schnitt 7,4 Jahre an, davon etwa 4,5 Jahre nach der Menopause. Bei einem Teil der Frauen reichen sie damit deutlich in die Postmenopause hinein. „Für viele Frauen bringt die Postmenopause auch eine spürbare Entlastung: Verhütung und monatliche Blutungen sind kein Thema mehr, und auch migräneartige Beschwerden bessern sich bei manchen deutlich“, so der Mediziner Dr. Constantin Weichert.
In der Postmenopause rücken zudem neue gesundheitliche Aspekte in den Fokus. Östrogen hält normalerweise die Knochen stabil und die Blutgefäße elastisch. Mit dem dauerhaft niedrigen Spiegel fällt dieser Schutz weitgehend weg. Die Knochendichte nimmt dadurch ab, und auch das Herz-Kreislauf-System verliert einen wichtigen Schutzfaktor. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gewinnen deshalb in dieser Lebensphase an Bedeutung.
Wechseljahre individuell verstehen
Keine Frau durchläuft die vier Phasen der Wechseljahre exakt gleich. Manche bemerken kaum Veränderungen, andere kämpfen über Jahre mit spürbaren Beschwerden.
Das Wissen um die einzelnen Phasen hilft trotzdem, die eigenen Symptome zeitlich einzuordnen und sie gezielter in der Frauenarztpraxis anzusprechen. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und Schlaf kann leichte Beschwerden in jeder Phase zusätzlich abfedern.
Ob eine Hormonersatztherapie bei stärkeren Beschwerden infrage kommt, lässt sich am besten gynäkologisch abklären.
FAQ
Streng genommen handelt es sich bei der Menopause um den Zeitpunkt der letzten Regelblutung. Häufig wird sie jedoch als eine der vier Phasen der Wechseljahre bezeichnet.
In der Perimenopause sind die Beschwerden am stärksten. Die häufigsten und bekanntesten Beschwerden sind vasomotorische Symptome, also Reaktionen der Blutgefäße auf die hormonelle Umstellung. Dazu zählen insbesondere Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Auch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können auftreten.
Laut der SWAN-Studie (Study of Women’s Health Across the Nation) bestehen die Beschwerden durchschnittlich 7,4 Jahre fort, davon etwa 4,5 Jahre über die Menopause hinaus.
www.menopause-gesellschaft.de/menopause-%C3%BCbersicht, abgerufen am 21.07.2026
www.gesundheitsinformation.de/wechseljahrsbeschwerden.html, abgerufen am 21.07.2026
www.frauenaerzte-im-netz.de/koerper-sexualitaet/wechseljahre-klimakterium/, abgerufen am 21.07.2026
www.aerzteblatt.de/archiv/wechseljahre-nicht-immer-eine-heisse-zeit-8666c214-7f56-40d4-9349-dd183a70c3ac abgerufen am 21.07.2026
jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2110996, abgerufen am 12.08.2026
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